Es ist die letzte Etappe eines langen Weges und damit auch Zeit für einen Blick zurück: Mias Ausbildung nähert sich dem Ende – und damit auch diese Reihe unseres Blogs. Zum Abschluss blickt Mia auf ihre Ausbildungszeit und lässt Revue passieren, was sie alles gelernt und geschafft hat, welche Metapher ihr Mut gemacht und welche Lektionen – auch für’s Leben – sie aus dieser Zeit mitnehmen wird.
Kinder, die vernachlässigt sind und temporär oder dauerhaft von ihren Eltern getrennt werden, kennen oft nur desolate Bindungs- und Beziehungsgefüge. Es ist dann nicht selten, dass sie ihr Bindungsbedürfnis auf Beratungs- und Betreuungspersonen übertragen – oder auf ihre Therapeut:innen. Um das zu vermeiden und nicht erneut das Bindungsbedürfnis der Kinder zu verletzen, ist es zentral, dass Therapeut:innen Beziehungsangebote schaffen, die transparent sind und engere Bindungen fördern, ohne dass Sie dabei zu »neuen Eltern« werden.
Kinder und Jugendliche können ihre Gefühle und Gedanken in der Regel nicht umfassend einordnen, reflektieren und kommunizieren. Leiden sie unter Ängsten und Sorgen, können sie diese oft nicht regulieren und innere Konflikte lösen – und sind auf Unterstützung angewiesen. Hier können therapeutische Spiele eingesetzt werden, um kreativ und auf spielerische Weise ernste Themen und Konflikte zu bearbeiten – und konstruktives Verhalten sowie das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken.
Wenn Psychotherapie fruchtet, kann sie zu tiefgreifenden positiven Veränderungen im Leben der Klient:innen führen. Aber wovon hängt es ab, ob eine Therapie »erfolgreich« verläuft? Und was kann überhaupt als Behandlungserfolg verstanden werden? Wieso es sich lohnt, den Therapieprozess zu reflektieren und alternative Beratungsangebote auszuloten, lesen Sie im Beitrag unserer Autorin Ruth Kohlhas.
Ein langes Studium, vielleicht einige Praktika zusätzlich und dann steckt man schon mitten in der therapeutischen Ausbildung – dennoch dauert es lange, bis man das erste Mal tatsächlich eigenständig therapeutisch tätig ist. Für Mia ist es erst gegen Ende ihrer praktischen Tätigkeit soweit: Voller Ungeduld und auch Sorgen blickt sie ihrer ersten Sitzung mit ihrer ersten Patientin entgegen. Wie diese verläuft und was Mia daraus lernt und anderen mitgeben kann, beschreibt sie in diesem Beitrag der Reihe »Mia für PiA«.
Aufgeladene Stimmung oder gar offener Streit, Auseinandersetzungen über Umgangsrechte und Kinder in Loyalitätskonflikten – hochstrittige Elternschaft ist für Kinder enorm belastend. Da stehen Kinder- und Jugendlichentherapeut:innen vor der Herausforderung, den Eltern Verständnis zu zeigen, aber vor allem das Wohl der Kinder im Blick zu behalten. Wie das gelingen kann und Sie Familien in solch schweren Situationen begleiten können, lesen Sie im dritten Beitrag unserer Reihe »Schwierige Therapiesituationen in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie«.
Auf Menschen mit ähnlichen Problemen treffen, sich austauschen und erfahren, wie unterschiedlich Problemlösungsstrategien aussehen können – Gruppentherapie hat viele Vorteile. Und das nicht nur für die Patient:innen: Auch Behandler:innen können vom facettenreichen Setting in der Gruppe profitieren.
Dabei kann es zunächst herausfordernd wirken, die Organisation zu bewältigen und diverse Patient:innen zusammenzubringen. Wie nicht nur der Ablauf gelingen kann, sondern auch alle Teilnehmer:innen einen möglichst großen Nutzen von der gemeinsamen Therapie haben, lesen Sie im Beitrag.
Was ist normal – und was nicht? Eine aufgeladene Frage, da direkt eine Wertung impliziert ist. Dabei beschreibt »normal« im Grunde lediglich eine Häufigkeit: Im Bezug auf kognitive und mentale Voraussetzungen und Kapazitäten also die statistisch am häufigsten vorkommende Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Selten oder divers beschreibt dann alles, was nicht neurotypisch ist. Das macht deutlich: Anderssein ist keine Krankheit. Es birgt Vorteile, es birgt Herausforderungen. Deshalb macht es Sinn, sich mit Neurodiversität und dem gesamten Spektrum von Hirnaktivitäten auseinanderzusetzen.
Für viele ist es der Sprung ins kalte Wasser: Der Start in einer Klinik als Psychotherapeut:in in Ausbildung. Verantwortung, Erwartungen an sich selbst, Unsicherheit, ein großes Arbeitspensum – vieles kann Energie und Selbstbewusstsein zehren. Aber die Erfahrung kommt eben erst durchs Tun. Und so heißt es, sich der Herausforderung zu stellen. Mit diesen fünf Tipps wird das etwas leichter.
Die meisten Kinder kommen gemeinsam mit ihren Eltern in die Psychotherapie. Und wollen diese dann an ihrer Seite wissen, zeigen ängstliches und anhängliches Verhalten. Wenn das anhält und die Kinder nicht ohne die Eltern in die Therapie gehen wollen, kann das zur Herausforderung für die Therapeut:innen werden. Wie die Therapie ohne Eltern möglich wird und so die Beziehung zum Kind gestärkt werden kann, lesen Sie im zweiten Beitrag unserer Reihe »Schwierige Therapiesituationen in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie«.
Mangelndes Selbstmitgefühl und Selbstabwertung erschweren oder verhindern gar oft die Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen und die Erarbeitung unterstützender Gefühle und Handlungen. Aber nicht nur für Patient:innen ist Mitgefühl ein wichtiger und hilfreicher Ansatz: Denn auch Therapeut:innen sehen sich oft mit Selbstkritik und Schulderleben konfrontiert. Das kann nicht nur zu Belastungen führen, sondern erschwert wohlmöglich die empathische Begegnung mit Patient:innen. Hier kann Compassion Focused Therapy (CFT) zur Chance werden. Lesen Sie, weshalb sich CFT in der therapeutischen Praxis so lohnt!
Es ist eines der wichtigsten Elemente der psychotherapeutischen Ausbildung: Die Selbsterfahrung. Dabei geht es nicht nur um die eigene Selbstreflexion sondern auch den Erwerb diverser Kompetenzen, die dann in der Interaktion und dem Beziehungsaufbau mit Patient:innen helfen sollen. Welche Herausforderung das sein kann und wie es sich anfühlt, mal »auf dem anderen Stuhl« zu sitzen, das erfährt Mia bei ihrer ersten Selbsterfahrung.
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